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MEDIENMITTEILUNG

Deutschsprachiger Wettbewerb „Fokus: Schweiz, Deutschland, Österreich“

Zwölf Spiel- und Dokumentarfilme aus dem deutschsprachigen Raum

 
Zürich, 10. September 2014

Im Wettbewerb „Fokus: Schweiz, Deutschland, Österreich“ zeigt das Zurich Film Festival erste, zweite und dritte Spiel- und Dokumentarfilme aus dem deutschsprachigen Raum. Die zwölf Produktionen der neuen Reihe bieten einen Querschnitt durch das aktuelle Filmschaffen in den drei Ländern.

Das Goldene Auge des „Fokus“ wird an der Award Night am 4. Oktober im Opernhaus Zürich vergeben und ist mit 20’000 Franken dotiert. Der Gewinnerfilm profitiert zudem von einer Distributionsunterstützung in der Höhe von 100’000 Franken.

Folgende zwölf Produktionen konkurrieren um das Goldene Auge im Wettbewerb Fokus: Schweit, Deutschland, Österreich".

Capital C
Jørg M. Kundinger, Timon Birkhofer

Wie funktioniert Crowdfunding, und was steckt hinter diesem neuen Phänomen des Internet-Zeitalters? Zach Crain stellt gestrickte Isolatoren für Getränkeflaschen her. Brian Fargo entwickelt Videogames. Jackson Robinson illustriert ein neues Spielkartenset. Ihnen allen ist eines gemeinsam: Sie haben ihre Projekte jeweils mittels Crowdfunding aufgegleist. In CAPITAL C erzählen diese und zahlreiche weitere Crowdfunding-Aficionados von den Chancen und Gefahren der revolutionären Form, Unternehmen aller Art zu finanzieren.

Children of the Arctic
Nick Brandestini

Das Jagen und der Walfang gehören seit Generationen zur Kultur der Iñupiat, einem indigenen Ureinwohnervolk Alaskas. Doch das Erbe dieser Gemeinschaft ist gefährdet, denn der moderne Zeitgeist hat die junge Generation bereits eingeholt. Einerseits bleibt der Wunsch nach Tradition und Zusammengehörigkeit bestehen, andererseits ist das Bedürfnis nach Weiterbildung und Individualität geweckt. Der Film portraitiert fünf Teenager zwischen 14 und 18 Jahren auf ihrem Weg ins Erwachsenenleben.

Dark Star – HR Gigers Welt
Belinda Sallin

Wer war der Mann, der die weltberühmte ALIEN-Kreatur erschaffen hat? Der Künstler HR Giger kreierte furchterregende, verstörende, gleichzeitig aber auch seltsam ästhetische Wesen. Er kartographierte Albträume, zeichnete Landkarten des Unterbewussten und modellierte die Ur-Ängste der Menschen. Doch Giger entwarf diese Schreckenswelt nicht, weil er Gefallen daran fand, sondern weil er nicht anders konnte. Der bescheidene und humorvolle Mann hielt auf diese Weise seine eigenen Ängste im Zaum. Regisseurin Belinda Sallin erkundet in DARK STAR den faszinierenden Kosmos des HR Giger und portraitiert einen verehrten und umstrittenen Künstler.

Das Zimmermädchen Lynn
Ingo Haeb

Kein anderes Zimmermädchen arbeitet so gründlich wie Lynn Zapatek. In ihrer Welt dreht sich alles – zwanghaft fast – ums Putzen. Wenn sie nicht gerade sauber macht, verbringt Lynn ihre Zeit gerne bei den Hotelgästen auf den Zimmern – nur wissen diese nichts davon. Sie legt sich unter deren Betten, lauscht den Gesprächen oder probiert gar deren Garderobe an. Eigentlich sehnt sich die schüchterne 30-Jährige nur nach menschlicher Nähe. Sie möchte wissen, was hinter dem Leben der anderen steckt. Als Lynn eines Tages dem Callgirl Chiara begegnet, die im Hotel ihre Kunden bedient, fasst sie einen abenteuerlichen Plan. Mit viel Sinn für die feinen Zwischentöne enthüllt DAS ZIMMERMÄDCHEN LYNN tief verborgene menschliche Ängste – und Träume.

Der Kuckuck und der Esel
Andreas Anstedt

Conrad Weitzmann ist kein besonders erfolgreicher Autor. Dennoch ist er überzeugt davon, dass die Welt von der Liebesgeschichte seiner Eltern erfahren muss. Vor zehn Jahren, nach dem Tod seiner Mutter, begann er mit dem Drehbuch. Und tatsächlich schien der Stoff den Fernsehredaktor Stuckradt Halmer zu begeistern. Doch nach fünf Jahren Mailverkehr und zahllosen Änderungen erkennt Conrad endlich, dass er keinen Schritt weitergekommen ist – und zu drastischen Mitteln greifen muss. Gemeinsam mit seinem Vater entführt er kurzerhand den Fernsehmann und sperrt ihn in den Keller. Er soll ihm dabei helfen, das Skript fertigzustellen. Doch seine Geisel scheint von diesem Drehbuch gar nichts zu wissen …

Die Demokratie ist los
Thomas Isler

Europa ist in einer Krise. An den rechten Rändern der Politlandschaft werden immer lautere antieuropäische, antiislamische und nationalistische Töne vernehmbar, vermischt mit dem Loblied auf ein Land, das vermeintlich alles richtig gemacht hat: die Schweiz mit ihrer direkten Demokratie. Doch in der Schweiz stösst gerade diese direkte Demokratie an ihre Grenzen. Vom Stimmvolk geforderte Verfassungsänderungen wie die Anti-Minarett- oder die Ausschaffungs-Initiative laufen Grundprinzipien international anerkannter Menschenrechts-Übereinkommen zuwider. Der Film behandelt das Begehren nach direkter Demokratie in unseren Nachbarländern Österreich, Deutschland und Frankreich und stellt ihm die Erfahrungen unseres Landes mit den Grenzen dieses politischen Systems gegenüber.

Im Labyrinth des Schweigens
Giulio Ricciarelli

Frankfurt, 1958. Von „Auschwitz“ haben die einen nie gehört, und die anderen wollen es so schnell wie möglich vergessen. Der frischgebackene Staatsanwalt Johann Radmann muss sich wie alle Neulinge um wenig interessante Verkehrsdelikte kümmern. Als eines Tages der Journalist Thomas Gnielka im Gerichtsgebäude für Aufruhr sorgt, wird er hellhörig: Ein Freund Gnielkas hat einen Lehrer als ehemaligen Auschwitz-Aufseher identifiziert, doch niemand will seine Anzeige aufnehmen. Gegen den Willen seiner direkten Vorgesetzten beginnt sich Radmann mit dem Fall zu beschäftigen. Auf der bedingungslosen Suche nach der Wahrheit gerät der junge Jurist immer tiefer in ein Labyrinth aus Verdrängung, Lügen und Verklärung.

Macondo
Sudabeh Mortezai

Ramasan passt auf seine Schwestern auf, erledigt die täglichen Einkäufe und hilft seiner Mutter als Übersetzer. Seit dem Tod des Vaters ist er der Mann im Haus – für den Elfjährigen eine grosse Verantwortung. Ramasans Familie hat sich aus Tschetschenien nach Wien durchgeschlagen, wo sie nun in der riesigen Flüchtlingssiedlung Macondo lebt und auf Asyl hofft. Die kleine Welt des Jungen bricht auf, als der neue Nachbar Isa sich als ehemaligen Kriegskameraden seines Vaters vorstellt. Der geheimnisvolle Mann weckt in Ramasan das Bedürfnis, mehr über seinen Vater zu erfahren. Neugierig und zugleich misstrauisch lässt er sich auf eine Freundschaft mit Isa ein. Als dieser jedoch seiner Mutter Avancen macht, schlägt Ramasans Stimmung schlagartig um…

Ohne Dich
Alexandre Powelz

Die Beziehung zwischen der engagierten Hebamme Rosa und dem unkonventionellen Therapeuten Marcel wird durch eine Krebsdiagnose erschüttert. Die planlos durchs Leben stolpernde Kellnerin Motte wird zu ihrem Entsetzen schwanger – von ihrem besten Freund Neo, der sich seiner sexuellen Orientierung noch nicht sicher ist. Die Putzfrau Layla schliesslich will nicht akzeptieren, dass ihr Ex Navid sie für eine jüngere Frau verlassen hat. „Ohne dich“ – ein Ausdruck, der sich positiv wie negativ interpretieren lässt: „Ohne dich kann ich nicht leben“ heisst auch „Mit dir ist das Leben viel schöner“. Regisseur Alexandre Powelz schöpft dieses Deutungspotenzial voll aus. OHNE DICH ist ein Film über die Liebe und ihre bitteren Ingredienzen.

Parcours D’Amour
Bettina Blümner

Wie geht man damit um, wenn man im Alter niemanden an seiner Seite hat? Eugène, Gino und Christiane haben die Blüte ihres Lebens schon länger hinter sich. Dies hält sie jedoch nicht davon ab, ihre Nächte in Tanzlokalen zu verbringen. Dort treffen sie auf Gleichgesinnte – und leben ihre Sehnsucht nach Zweisamkeit beim Tanzen aus. Der professionelle Tänzer Michel hat daraus ein Geschäft gemacht: Als Abendbegleitung führt er einsame Damen aufs Parkett. Regisseurin Bettina Blümner hat ihre ProtagonistInnen über den Zeitraum eines Jahres in Paris begleitet. PARCOURS D’AMOUR ist ein humorvoller Film über Menschen, deren Bedürfnisse in der Gesellschaft viel zu oft ausgeblendet werden.

Who Am I – Kein System ist sicher
Baran bo Odar

Benjamin ist unsichtbar, ein Niemand, der sein Leben vorwiegend in der virtuellen Welt verbringt. Dies ändert sich jedoch schlagartig, als er den charismatischen Max kennenlernt. Auch wenn beide auf den ersten Blick unterschiedlicher nicht sein könnten, so eint sie doch dieselbe Passion: das Hacken. Zusammen mit Max’ Freunden gründen sie die subversive Hackergruppe CLAY (Clowns Laughing @ You) und treffen mit ihren provokanten Spass-Aktionen den Nerv einer ganzen Internet-Generation. Doch aus dem Spiel wird plötzlich Ernst, als die Gruppe in den Radar von BKA und Europol gerät. Gejagt von der Cybercrime-Ermittlerin Hanne Lindberg, mutiert Benjamin vom Niemand zu einem der meistgesuchten Hacker der Welt.

Zu Ende Leben
Rebecca Panian

Es ist leicht, das Leben zu verplanen – und den Tod zu verdrängen. Während Konsum und Rastlosigkeit in der Gesellschaft überhand nehmen, wird die Auseinandersetzung mit Verlust und Trauer zunehmend gemieden. Dieses Tabu will die Regisseurin Rebecca Panian brechen. Für den Dokumentarfilm ZU ENDE LEBEN hat sie den 51-jährigen Thomas, der an einem Gehirntumor leidet, über mehrere Monate hinweg begleitet. Vor allem aber hat sie zahlreiche bekannte und weniger bekannte Schweizer Persönlichkeiten aus Kultur, Medien, Medizin und Religion gebeten, sich Gedanken zum Thema Tod zu machen. Die Geschichte von Thomas und die Reflexionen der anderen Protagonisten verdichten sich zu einer eindrücklichen Collage. Ein Film, der vom Tod handelt, aber vor Leben sprüht.

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Das 10. Zurich Film Festival findet vom 25. September bis 5. Oktober 2014 statt.

Weitere Informationen finden Sie unter www.zff.com

Herzlichen Dank an die Hauptsponsoren des ZFF 2014: Credit Suisse, upc cablecom, Die Schweizerische Post, Audi

 
 
 

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